Unsere Geschichte
Erstverein war der Freihand-Schützenverein “ TELL“ e.V. 1907, gegründet durch Magistr.-Oberseketär F. Zimmermann. Am 1.Mai 1922 gehörte „TELL“ zu den Gründern des heutigen Verbandes Hannoverscher Schützenvereine. Später waren seine Vorsitzenden verantwortlich für die Ausrichtung des Waisentages am Hannoverschen Schützenfest.
Ende des 2. Weltkrieges wurde das Schützenwesen durch die westlichen Besatzungsmächte bis Anfang 1952 verboten. Ehemalige Vereine mussten neu angemeldet bzw. wieder-gegründet werden.
Durch Kriegswirren verlorengegangene Unterlagen, und unterschiedliche Meinungen unter den Heimkehrern, führten in einer außerordentlichen Gründungs- und Hauptversammlung zur Ausrufung der SG Wilhelm Tell Hannover e.V. von 1952.
In der Jahreshauptversammlung vom 18.01.1959 wurde der Antrag des 1. Vorsitzenden August Gries auf Eintrag des Vereins im Vereinsregister gestellt und einstimmig beschlossen. Die Versammlung tagte damals von 9:30 Uhr bis 13:50 Uhr.
Als die Protokolle und Akten beisammen waren, konnte Rechtsanwalt Ahrends die Anmeldung am 15.07.1959 vollziehen. Den Antrag auf Eintrag unterzeichneten am 02. und 04. April 1959 die Schützenbrüder:
August Gries 1. Vorsitzender
Ernst Meier 2. Vorsitzender
Konrad Blum 1. Schriftführer / Protokollführer
Heinz Götz 1. Schießmeister
Karl Brachvogel 1. Schatzmeister
Fritz Pittack 2. Schatzmeister
Bruno Mertens 2. Schriftführer
Wilfried Bührig 2. Schießmeister / Jugendführer
Der Urkundsbeamte Trinkus bestätigte die Übereinstimmung der Abschrift mit der Urschrift der Gründungs- und außer-ordentlichen Hauptversammlung und der Satzung vom 01.08.1952.
Leider verstarb der Vorsitzende August Gries und Claus-Peter Horn übernahm 1960 die Führung des Vereins.
Heute feiert unsere Gesellschaft ihr 50 jähriges Bestehen und wir werden die herausragenden Ereignisse der vergangenen Jahre durch diese Chronik wieder in Erinnerung rufen.
1952
01.08.1952 Gründungsversammlung der
Schützengesellschaft Wilhelm Tell Hannover 1952 e.V.
1.Vorsitzender August Gries
1959
Eintragung ins Vereinsregister des Amtsgerichts Hannover.
Eine Vereinsfahne wird in Auftrag gegeben und beim Herbstball findet die Fahnenweihe statt.
Zu diesem feierlichen Anlass stiften die Damen ein Fahnenband.
1960
Claus-Peter Horn übernimmt die Führung des Vereins als 1.Vorsitzender
1961
Wilhelm Tell stellt mit Peter Ferber † seinen 1.Bruchmeister
1963
Zum Gedenken der Kriegsopfer begleiten die Schützen den Oberbürgermeister August Hollweg zum Ehrenmal.
Der Trauerkranz wird von zwei Mitgliedern der Schützengesellschaft Wilhelm Tell niedergelegt.
1964
Kappenfest mit ausschießen des Schweinemeisters
Erste Musikkapelle zum Schützenfest – die Freiwillige Feuerwehr Bennigsen
1965
Schießlokal Schwarzer Walfisch
(Inhaber: Schützenbruder Kurt Kasulke)
Stiftung der H-W-K Kette durch Joachim Sperber als Dank an den ersten Landesvater Hinrich Wilhelm Kopf für sein Engagement für die Schützen und das Schützenfest.
Wilhelm Tell ist Pate bei der Fahnenweihe vom neuen
Verein Niedersächsischer Jagdclub Hannover.
Heinz Munz stiftet dem Verein ein neues Königschild.
Als einmalige Ausnahme wird der Schützenausmarsch, wegen dem Bundesschießtag, auf einen Sonntagabend und der Vormarsch auf den Sonntagvormittag verlegt.
1966
Der Schießbetrieb wird im Döhrener Gesellschaftshaus aufgenommen. Damalige besondere Verbundenheit mit
den Vereinen:
Döhren v. 1841 e.V.
SV Berenbostel
Südstädter SG von 1898 e.V.
Freischütz v. 1923
Uniformierte SG von 1837
Sport und Bogen
Niedersächsischer Jagdclub
Fusionsgedanken des Berenbostler Spielmannzuges mit Wilhelm Tell
1967
Zum ersten Mal werden die Kettenträger und der 1.Vorsitzende beim Vormarsch mit Bus und Musik abgeholt.
Heute ist der Vormarsch Tradition .
Treffpunkt auf dem Schützenplatz ist das „Festzelt Hoppe“. Um Einlass in die Festzelte zu bekommen, mussten die Vereine damals Eintrittsmarken kaufen.
Unser Verein lädt befreundete Vereine zu einem Vergleichsschießen ein. Der erste Preis für den besten Einzelschützen ist ein Volkswagen aus 1. Hand, gestiftet von Schützenbruder Fritz Dehnert.
1968
Wechsel des Schießlokals zur Lister Mühle
1969
Wilhelm Tell stellt mit Wilfried Bührig den 2.Bruchmeister.
Aus diesem Anlass wird zum Schützenausmarsch die Englische Militärkapelle of the 16th/15th The Queen´s Royal Lancers engagiert.
Kostenpunkt 1600 DM, finanziert durch Spenden der Mitglieder.
Beim traditionellen Königsschießen wird zum ersten Mal, in der Disziplin Luftpistole, das Pistolenschild ausgeschossen. Stifterinnen des Schildes sind die Ehefrauen der Schützen.
Angeregt durch Günter Lukawsky wird ein Freundschaftsschießen am 05.10.1969 in Northeim durchgeführt.
Daraus entsteht eine bis heute andauernde innige Freundschaft mit den Northeimer Jägerbrüdern.
1970
Die Northeimer Jägerbrüder marschieren zum ersten Mal, als Gäste der SG Wilhelm Tell, beim Schützenumzug mit.
Heute sind unsere Freunde aus Northeim, beim Schützenausmarsch nicht mehr wegzudenken
Der Spielmannszug Northeim begleitet viele Jahre unsere Schützen beim Abholen der Besten und unterstützt sie musikalisch beim Festumzug
1971
Am 18.Mai 1971 wird Günter Lukawsky Verbandsschießsportleiter.
Mit Bruno Riebeck stellt Wilhelm Tell den 3. Bruchmeister.
Seit dem 15.11.1971 erscheint die W.T-INFO regelmäßig jeden 3. Monat und ersetzt den selten erschienenen Rundbrief.
Die INFO wird offizielles Mitteilungsblatt des Vorstandes.
1972
Wieder einmal eine Besonderheit bei Wilhelm Tell.
Was normalerweise undenkbar ist, Bruno Riebeck tritt zum zweiten Mal als Bruchmeister an.
Am 08.09.1972 nimmt eine Fahnenabordnung unseres Vereins am Fackelkonzert teil, das der Verband zu Ehren des Geburtstages der Herzogin Victoria Luise veranstaltete.
Die 80-jährige hohe Dame lud dann in die Festsäle des „Alten Rathauses“ ein.
Am Ende der Gratulationszeremonie erfolgt nach ihren Gesichts-punkten überraschend eine Ehrung von 20 Persönlichkeiten.
Aus der Riesenzahl der Schützenwelt von ihr ausgewählt, gehören von Wilhelm Tell zu den Geehrten der
Vereinsvorsitzende und Vorsitzender des Ehrenrates Claus-Peter Horn
und unser Verbandssportleiter Günter Lukawsky.
1973
Auf der Delegiertenversammlung am 04.02.1973, vertreten durch den Präsidenten Waldemar Bartels, setzt die SG Wilhelm Tell seinen Antrag durch, den Schützenausmarsch vom geheiligten Montag zukünftig auf den Sonntag zu verlegen. Der Beschluss sollte damals nur für 3 Jahre gelten.
Auszüge aus dem Originaltext, verfasst vom Schützenbruder Bernhard Lubosch wollen wir hier veröffentlichen.
Begründet wird der Antrag damit, dass es den Vereinen zukünftig nicht mehr gelingen wird, die Schulbefreiung der 50 Spielleute bei etwa 11 verschiedenen Schulen und Direktoren zu erwirken.
Sehr vielen Schützen fällt es bei aller Liebe zum Montag immer schwerer für diesen Tag und den Dienstag Urlaub zu erwirken. Deshalb fehlen sie in ihren Vereinen beim Ausmarsch. Am Samstag stehen sie zur Verfügung, allerdings mit der Einschränkung der noch zahlreichen am Samstag berufstätigen Schützen.
Ausnahmslos wäre allen die Teilnahme am Sonntag möglich.
Der Schützenausmarsch und zuvor die Abholung der Besten Männer gewinnt Farbe und Ansehen erst durch die Musikkapellen. Es werden aber die Honorare und Kosten für die einzelnen Vereine unerschwinglich, da zum Honorar neben den Fahrt- und Verpflegungskosten die Erstattung des Verdienstausfalles der Musiker durch den Montag hinzukommen. Trotz aller unterschiedlichen Interessenlagen sprechen für den traditionellen Montag Gründe, was ausdrücklich vermerkt sein soll. Aber die Tradition liegt beim Schützenausmarsch selbst, nicht beim Montag. Diese wenigen genannten Gründe sind so gravierend geworden, dass das Interesse am Schützenausmarsch durch den Montag starken Schaden leidet. Es vergrämt uns viele Nichtschützen. Der Montag hatte seine große Zeit! Inzwischen legte er schlechte Patina an und nimmt allmählichen Reliktcharakter an.
Es bedeutet keine Abkehr von der Tradition, wenn nach unserem Ermessen auch aus vereinsinternen Gründen die Abkehr vom Montag erzwungen wird. Die vielzitierte hannoversche Tradition will ein lebenssprühendes, alle interessierendes großes Schützenfest. Die frühere geistige Beweglichkeit der Altvordern will von uns Heutigen Anpassung an die Umstände unserer Zeit und keine Bewahrung entleerter Traditionsgrüfte.
In diesem Sinne setzt sich die Formulierung fort, und wie jeder unschwer erkennen kann, ist heute der Schützenausmarsch am Sonntag die Tradition.
Auf derselben Versammlung werden unsere Vereinsmitglieder Claus-Peter Horn und Günter Lukawsky mit der hohen Ehrung des Verbandes (der Goldenen Ehrennadel) ausgezeichnet.
Der 1. Vorsitzende Claus-Peter Horn stellt sich nach 13 Amtsjahren nicht mehr zur Wahl und sein Nachfolger wird der Schützenbruder Hans-Joachim Klitzing
Wiederaufnahme von Jungschützen – Manfred Neumann übernimmt die Betreuung und das Training der neuen Jugend und tritt der Sportkommission des VHS bei.
1974
Der Schützenausmarsch findet laut Beschluss der Delegiertenversammlung von 1973 zum ersten Mal an einem Sonntag statt.
Manfred Neumann wird stellvertretender Kreisschießsportleiter des VHS.
1975
Auszeichnung des 1. Vorsitzenden Hans-Joachim Klitzing mit der bronzenen Nadel des Verbandes Hannoverscher Schützenvereine.
Durch Beschluss der Mitgliederversammlung vom 27.06.1975 hat sich die Gesellschaft auch für die Aufnahme weiblicher Mitglieder geöffnet. Die ersten weiblichen Schützen waren Marion Giese, Gisela Sperber und Else Wegener †.
1976
Im April 1976 kämpfen, als Mannschaft von Wilhelm Tell, Bernd Wegener, Thomas Wahrendorff und Thomas Stitz bei der Kreismeisterschaft im Luftpistolenschießen um einen guten Platz -und werden Kreismeister.
Als Zweiter in der Einzelwertung tritt Bernd Wegener bei der Landesmeisterschaft an.
1977
25 Jahre SG Wilhelm Tell. Die Junioren unserer Gesellschaft belegen den 2. Platz bei der Kreismeisterschaft in Luftpistole.
Wilhelm Tell marschiert als Jubiläumsverein beim Schützenausmarsch im Vorzug.
Dazu der Originaltext aus der WT-INFO vom 14. Juni 1977:
L
Bis heute hat sich daran nichts geändert, und so verdanken alle nachfolgenden Jubiläumsvereine unserem damaligen Vorsitzenden, den Vorzug beim Schützenausmarsch sich an der Spitze repräsentieren zu dürfen.
Claus-Peter Horn wird, beim Kommers anlässlich des
25. Stiftungsfestes, aufgrund seiner Verdienste für den Verein und des Schützenwesens, zum Ehrenvorsitzenden berufen. C.-P. Horn ist der Verfasser der bestehenden Satzung vom Verband Hannoverscher Schützenvereine und Vorsitzender des Ehrenrates.
1978
Claus Peter Horn und Hans-Joachim Klitzing werden mit der höchsten Auszeichnung der SG Wilhelm Tell (der nummerierten Ehrennadel) geehrt.
Beginn des Schießbetriebes am 1. September in den Räumen des Hauses Mc. Donalds am „Schwarzen Bär“.
Der KK-Herbstmeister wird erstmalig ausgeschossen und zukünftig auch beim Vormarsch abgeholt.
Sechs Schützen besuchen den Hitzinger Jagdclub
Sankt Hubertus bei Wien.
Die heute noch amtierende Königskette wird angeschafft, Preis 1200 DM. Mehrere Spender unterstützen den Verein dabei mit einem finanziellen Beitrag.
1979
Marion Giese wird die erste weibliche Majestät der
SG Wilhelm Tell. Manfred Neumann erhält die Ehrennadel des VHS in Gold. Bernhard Lubosch wird mit der 3. nummerierten Ehrennadel vom Verein ausgezeichnet.
1980
Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg – Prinzessin von Preußen Victoria Luise wird am 18.12.1980 im Mausoleum im Berggarten Hannover Herrenhausen beigesetzt. Wilhelm Tell erweist mit einer großen Abordnung, in Begleitung unserer Vereinsfahne, getragen durch Dieter Sander, Ihrer Majestät die letzte Ehre.
Als Ausgleich zum Schießsport veranstaltet unsere Gesellschaft erstmalig eine Orientierungsfahrt für Mitglieder und Gäste. Die Teilnehmerzahl war überwältigend.
1981
Manfred Neumann wird Kreisschießsportleiter beim Verband Hannoverscher Schützenvereine.
1982
Zum 30. Stiftungsfest bietet Wilhelm Tell seinen Gästen einen besonderen Leckerbissen. Vor dem Lindener Ratskeller begeistert das Parforcehornbläser Ensemble Buchholz Nordheide die Zuschauer mit ihrer musikalischen Darbietung. Schützenbruder Günter Wohlt stiftet drei wertvolle goldene Anstecknadeln aus eigener Werkstatt, mit den Motiven Auerhahn und Rehbock. Die Gewinner sind: Helga Spyra – Luftgewehr (Auerhahn)
Horst Ertmer – Luftpistole (Auerhahn)
und Werner Brandes† – Kleinkaliber (Rehbock).
1983
Der 1. Vorsitzende Hans-Joachim Klitzing stellt sich nach
10-jährigem Vereinsvorsitz nicht mehr zur Wahl. Als Nachfolger wird Günter Lukawsky gewählt. Der Schießsport wird in unserer Gesellschaft um eine Disziplin erweitert, und der Verein kauft eine Armbrust. Der Preis für die Waffe beträgt 2000 DM. Zum ersten Mal wird im Herbst der Armbrustmeister ausgeschossen. Eine Kette für den besten Schützen wird gestiftet, und auf Wunsch des Spenders hat der Gewinner das Recht, als Kettenträger zum Schützenfest abgeholt zu werden.
Günter Lukawsky † verstirbt nach sehr kurzer Amtszeit und Peter Voigt tritt am 10. Juni die Nachfolge an. Die 4. Ehrennadel des Vereins wird an Schützenbruder Peter Voigt verliehen. Bernhard Lubosch wird mit der bronzenen Ehrennadel des VHS ausgezeichnet.
Liebe Wilhelm Tell Angehörige,
turnusgemäß gehören wir in diesem Jahr beim Schützenausmarsch in den 4. Zug. So haben wir es auch mitgeteilt, aber der Verwaltungsrat der Schützenstiftung hat am 10. Juni den Vorschlag unseres 1. Vorsitzenden Hans-Joachim Klitzing an Herrn Hundeshagen aufgegriffen und beschlossen, dass Jubiläumsvereine die Auszeichnung erfahren sollen, an der Spitze des Festumzuges zu marschieren.
Bis heute hat sich daran nichts geändert, und so verdanken alle nachfolgenden Jubiläumsvereine unserem damaligen Vorsitzenden, den Vorzug beim Schützenausmarsch sich an der Spitze repräsentieren zu dürfen.
Claus-Peter Horn wird, beim Kommers anlässlich des
25. Stiftungsfestes, aufgrund seiner Verdienste für den Verein und des Schützenwesens, zum Ehrenvorsitzenden berufen. C.-P. Horn ist der Verfasser der bestehenden Satzung vom Verband Hannoverscher Schützenvereine und Vorsitzender des Ehrenrates.
1978
Claus Peter Horn und Hans-Joachim Klitzing werden mit der höchsten Auszeichnung der SG Wilhelm Tell (der nummerierten Ehrennadel) geehrt.
Beginn des Schießbetriebes am 1. September in den Räumen des Hauses Mc. Donalds am „Schwarzen Bär“.
Der KK-Herbstmeister wird erstmalig ausgeschossen und zukünftig auch beim Vormarsch abgeholt.
Sechs Schützen besuchen den Hitzinger Jagdclub
Sankt Hubertus bei Wien.
Die heute noch amtierende Königskette wird angeschafft, Preis 1200 DM. Mehrere Spender unterstützen den Verein dabei mit einem finanziellen Beitrag.
1979
Marion Giese wird die erste weibliche Majestät der
SG Wilhelm Tell. Manfred Neumann erhält die Ehrennadel des VHS in Gold. Bernhard Lubosch wird mit der 3. nummerierten Ehrennadel vom Verein ausgezeichnet.
1980
Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg – Prinzessin von Preußen Victoria Luise wird am 18.12.1980 im Mausoleum im Berggarten Hannover Herrenhausen beigesetzt. Wilhelm Tell erweist mit einer großen Abordnung, in Begleitung unserer Vereinsfahne, getragen durch Dieter Sander, Ihrer Majestät die letzte Ehre.
Als Ausgleich zum Schießsport veranstaltet unsere Gesellschaft erstmalig eine Orientierungsfahrt für Mitglieder und Gäste. Die Teilnehmerzahl war überwältigend.
1981
Manfred Neumann wird Kreisschießsportleiter beim Verband Hannoverscher Schützenvereine.
1982
Zum 30. Stiftungsfest bietet Wilhelm Tell seinen Gästen einen besonderen Leckerbissen. Vor dem Lindener Ratskeller begeistert das Parforcehornbläser Ensemble Buchholz Nordheide die Zuschauer mit ihrer musikalischen Darbietung.
Schützenbruder Günter Wohlt stiftet drei wertvolle goldene Anstecknadeln aus eigener Werkstatt, mit den Motiven Auerhahn und Rehbock.
Die Gewinner sind:
Helga Spyra – Luftgewehr (Auerhahn)
Horst Ertmer – Luftpistole (Auerhahn)
und Werner Brandes† – Kleinkaliber (Rehbock).
1983
Der 1. Vorsitzende Hans-Joachim Klitzing stellt sich nach
10-jährigem Vereinsvorsitz nicht mehr zur Wahl. Als Nachfolger wird Günter Lukawsky gewählt. Der Schießsport wird in unserer Gesellschaft um eine Disziplin erweitert, und der Verein kauft eine Armbrust. Der Preis für die Waffe beträgt 2000 DM. Zum ersten Mal wird im Herbst der Armbrustmeister ausgeschossen. Eine Kette für den besten Schützen wird gestiftet, und auf Wunsch des Spenders hat der Gewinner das Recht, als Kettenträger zum Schützenfest abgeholt zu werden.
Günter Lukawsky † verstirbt nach sehr kurzer Amtszeit und Peter Voigt tritt am 10. Juni die Nachfolge an.
Die 4. Ehrennadel des Vereins wird an Schützenbruder Peter Voigt verliehen. Bernhard Lubosch wird mit der bronzenen Ehrennadel des VHS ausgezeichnet.
1984
Manfred Neumann wird von der Schützenstiftung die „Kralle“ in Silber verliehen.
1985
Der König der Könige wird unter den Majestäten, die jemals die Königswürde errungen haben, ermittelt.
Der Sieger ist Schützenbruder Jens Voigt.
Nach 23 Jahren ehrenamtlicher Schatzmeistertätigkeit scheidet Bernhard Lubosch aus dem Vorstand aus und Werner Lobenack † übernimmt, nach erfolgter Wahl durch die Mitglieder, die Vereinskasse.
Wilhelm Tell versucht sich als Fernsehstar und präsentiert sich mit 8 Mitgliedern bei der Sendung
„Ein Platz an der Sonne“.
Manuela Neumann erringt, erstmalig in der Vereinsgeschichte, beim Städtischen Schießen mit einem 21 Teiler die Damenfestscheibe und Dieter Sander erkämpft sich mit 373 Ring den 1.Platz beim Luftpistolen-Vergleichsschießen der Kreise im VHS.
1986
Manfred Neumann, langjähriger Jugendleiter der Schützengesellschaft, wird mit der bronzenen Verdienstnadel des Niedersächsischen Sportschützen Verbandes ausgezeichnet.
Wilhelm Tell trifft sich erstmalig zum Vergleichsschießen mit dem SV Berenbostel.
1988
Durch den Tod des 1. Vorsitzenden Peter Voigt übernimmt die 2. Vorsitzende Helga Spyra kommissarisch die Vereinsleitung.
Bei der Jahreshauptversammlung wird Helga Spyra offiziell von den Mitgliedern zur 1. Vorsitzenden gewählt. Wilhelm Tell wird dadurch als erster gemischter Verein im Hannoverschen Schützenverband von einer Frau geleitet.
Die Familie von Peter Voigt stiftet zum Gedenken an den Verstorbenen, von seinem Sohn Jens ein handgefertigtes
Gedächtnisschild, das zukünftig jedes Jahr erneut ausgeschossen wird.
1990
Manfred Neumann wird mit der silbernen Verdienstnadel des NSSV ausgezeichnet.
1993
Beim Städtischen Schießen erringt Angelika Horlemann die durchlaufende Scheibe „Hannoversche Brauereien“.
Bernhard Lubosch wird beim Herbstball für seine Verdienste zum Ehrenmitglied der SG Wilhelm Tell ernannt. Zum ersten mal begleitet uns der Fanfarenzug der Schreberjugend Hannover zum Vor- und Schützenausmarsch. Bis heute, also nunmehr 9 Jahre, hält uns der Fanfarenzug mit seinen Cheerleadern die Treue.
1996
Die 1. Vorsitzende Helga Spyra wird mit der bronzenen Verdienstnadel vom Verband Hannoverscher Schützen-
vereine ausgezeichnet.
1997
Wilhelm Tell feiert sein 45jähriges Bestehen. Als besonderes Ereignis zum Stiftungsfest wird den Gästen, von der Tanzgruppe der Schreberjugend, das Musical „Joseph“ dargeboten.
Der ehemalige 1.Vorsitzende unserer Gesellschaft
Hans-Joachim Klitzing wird zum Ehrenmitglied ernannt.
Die 1. Vorsitzende Helga Spyra wird mit der
5. nummerierten Ehrennadel der SG Wilhelm Tell ausgezeichnet.
Seit 10 Jahren leitet sie nun schon unsere Gesellschaft als 1. Vorsitzende.
1998
Inge Franke erringt mit einem 119,8 Gesamtteiler beim Städtischen Schießen die Würde der 1. Prinzessin. Mit nur 5 Teiler Unterschied verfehlt sie knapp den Titel der Stadtkönigin. Im gleichen Jahr belegt sie mit einem 81 Teiler den 8. Platz auf die Festscheibe Brauergilde.
Nach 5 Jahren Schützenjugend hat Wilhelm Tell wieder eine Jugendmannschaft.
Zum erstenmal als Jungschütze beim Städtischen
Schießen angetreten, und mit einem 158,8 Teiler erreicht Dennis Sander den 10. Platz auf die Jungschützen-Festscheibe.
Wilhelm Tell muss gemeinnützig werden. Um Mitglied im VHS zu bleiben, wird von den Hannoverschen Schützen-vereinen verlangt, in den Landessportbund einzutreten. Voraussetzung dafür ist die Gemeinnützigkeit. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wird der geänderte Satzungsentwurf von den Mitgliedern einstimmig beschlossen. Die Gemeinnützigkeit wird beantragt.
1999
Es ist amtlich, nach fast eineinhalb Jahren und zwei Änderungen des Satzungentwurfes, wird der SG Wilhelm Tell Hannover 1952 e.V. rückwirkend zum 11.08.1998 die Gemeinnützigkeit bestätigt.
2002
50 Jahre SG Wilhelm Tell Hannover 1952 e.V.
Begonnen hat unser Jubiläumsjahr mit dem traditionellen Königschießen und die neuen Würdenträger wurden am
20. April 2002 proklamiert.
Eine besondere Überraschung bereiteten der 2.Vorsitzende / Festleiter Dieter Sander und der 1. Schießsportleiter Christian Kohlhoff dem Verein.
Sie überreichten der 1. Vorsitzenden Helga Spyra eine Holztafel mit den Namen der Könige seit Bestehen der Schützengesellschaft.
Diese Tafel wird in unserem Schießlokal einen Ehrenplatz erhalten.
Beim Hannoverschen Schützenausmarsch werden wir, dank dem Einsatz unseres Schützenbruders Hans-Joachim Klitzing vor 25 Jahren, im Vorzug marschieren und am 12. Oktober feiern wir im Schützenhaus Wilkenburg unseren Jubiläumsball.
Im Sinne unserer Vereinssatzung wird die SG Wilhelm Tell die Förderung und Pflege des Schießsports betreiben und den Satzungszweck insbesondere durch Abhaltung von Veranstaltungen schießsportlicher Art, Kameradschaft und Pflege der Tradition des Hannoverschen Schützenwesens verwirklichen.
Rückblickend hat der kleine Verein, durch seine engagierten Mitglieder, im Hannoverschen Schützenwesen einiges bewirkt und auch positiv verändert. Viele kleinere Ereignisse bleiben hier unerwähnt, aber nicht weil sie ohne Interesse wären. Etliche Feste wurden ausgerichtet, wie Kappenfeste bei denen sich unsere Damen mit den ausgefallensten Hüten präsentierten, oder das jährliche Stiftungsfest mit besonderen Darbietungen und unterhaltsamen Einlagen. Jubiläumsbälle und Königsproklamationen in den unterschiedlichsten Festsälen veranstaltet, Schützenfrühstücke organisiert und Unterkünfte auf dem Schützenplatz reserviert. Musik und Busse mussten zum Schützenausmarsch engagiert und finanziert werden. Oftmals erleichterten besondere Spenden durch Mitglieder, dem Schatzmeister die Finanzierung der recht hohen Ausgaben zum Schützenfest. Freundschaften mit anderen Vereinen wurden geschlossen und Jahrzehnte beibehalten. Schießsportlich muss erwähnt werden, dass Dieter Sander das Pistolenschild insgesamt 15 Mal erringen konnte, getragen hat er es 12 Jahre und davon sechs in Folge. Marion Giese war die einzige Frau in der Vereinsgeschichte, die das Pistolenschild getragen hat. Klaus Meyer trägt als Fahnenträger, bereits seit mehr als 10 Jahren, die Verantwortung für die Vereinsfahne. Dank dem Mitwirken der Schützen und dem engagierten Einsatz der ehemaligen und amtierenden Vorstandsmitglieder wird sich auch in Zukunft die SG Wilhelm Tell als kleiner Verein in der Schützenwelt behaupten. Viel Freizeit opfert der Vorstand um die Geschicke des Vereins zu lenken.
Der amtierende Vorstand
Durch ihren ehrenamtlichen Einsatz, zum Wohle der Gesellschaft, meist unbemerkt durch die Mitglieder, wird der Verein auch in Zukunft bestehen und sich durch herausragende Ereignisse immer wieder bemerkbar machen. Viel Herz, Zeit und Geduld wird vom Vorstand abverlangt, denn nicht immer werden die Entscheidungen von der Gemeinschaft respektiert. Doch, und hier das Zitat eines ehemaligen Vorsitzenden: „Das Leben und Wirken unserer Gesellschaft hängt nicht nur von der Arbeit des Vorstandes ab, sondern auch von der verantwortungsvollen Miterfüllung der gestellten Aufgaben durch alle Mitglieder.“ So zeigt sich in der Vergangenheit und auch heute, dass ein Verein nur dann besteht, wenn er von allen Mitgliedern geachtet wird, und jeder Einzelne zum Vereins-geschehen beiträgt, damit in 25 Jahren unsere Nachfolger die nächste Chronik schreiben können.